Prestige – Die Meister der Magie

Prestige – Die Meister der Magie (Originaltitel: The Prestige) ist ein Thriller, der auf dem Roman „Das Kabinett des Magiers“ von Christopher Priest basiert.

Inhalt – Prestige – Die Meister der Magie&

Das 19. Jahrhundert neigt sich seinem Ende zu. In London lernen sich die beiden angehenden Zauberkünstler Robert Angier und Alfred Borden kennen. Was beide eint, ist die Faszination für Zauberkunst und das Bestreben, ihr Publikum mit bisher ungesehenen Zaubertricks zu erstaunen. Die beiden beginnen einen freundschaftlichen Wettstreit unter Mithilfe des altgedienten Ausstatters Cutter.

Angiers Ehefrau Julia, die als Assistentin mit auf der Bühne steht, ertrinkt während eines spektakulären Tricks in einem Wasserbehälter, nachdem sie einen Knoten, den Borden gebunden hat, nicht rechtzeitig hat lösen können. Angier macht Borden für ihren Tod verantwortlich, und es kommt zum Bruch zwischen den Männern. Nachdem sie erfolgreich gegenseitig ihre Aufführungen sabotiert haben, wobei Borden zwei Finger verliert, trennen sich ihre Wege. Borden heiratet und wird Vater einer Tochter namens Jess, was den um seine Ehefrau trauernden Angier zusätzlich verdrießt.

Im weiteren Verlauf des Films geht Borden, der nun mit dem Ausstatter Bernard Fallon arbeitet, mit einer ganz neuen Darbietung an die Öffentlichkeit, die ihm viel Publikum beschert: Mit Hilfe eines unbekannten Tricks scheint es zu gelingen, sich von einem Ende der Bühne zum anderen zu teleportieren. Angier ist neidisch und will hinter das Geheimnis von Bordens Trick „Der transportierte Mann“ kommen. Doch im Gegensatz zu gewöhnlichen Darbietungen dieser Zeit ist der Trick anscheinend perfekt und das Geheimnis nicht zu enträtseln. Mit Hilfe von Cutter entwickelt Angier eine eigene Version des Zauberstücks, wozu er einen Doppelgänger verwendet, um die Illusion der Teleportation zu erzeugen: „Der neue transportierte Mann“ wird aufgrund seiner Präsentation als gelungene, verbesserte Kopie vom Publikum gefeiert. Doch das befriedigt Angier nicht, er will um jeden Preis hinter das Geheimnis von Bordens Trick kommen. Er setzt seine Bühnenassistentin und Geliebte Olivia als Spionin auf ihn an.

Kurze Zeit später besticht Borden Angiers Bühnen-Doppelgänger und lässt damit dessen Trick auffliegen. Dafür erhält Angier durch Olivias Hilfe Bordens verschlüsseltes Notizbuch. Er entführt gemeinsam mit Cutter Bordens Ausstatter und erpresst so das Schlüsselwort, das zur Dechiffrierung notwendig ist: „Tesla“ – gemeint ist der Elektroingenieur Nikola Tesla, dessen Ausstellung beide zuvor besucht hatten. Angier glaubt, dass Borden sich von ihm hat helfen lassen, und reist nach Colorado Springs, wo er Tesla begegnet, der sich selbst mit Thomas Edison in einem Wettstreit befindet und wegen seiner Errungenschaften auf dem Gebiet der Elektrizität als genialer Wissenschaftler gilt. Während der Reise kommt Angier dahinter, dass das Notizbuch nur eine falsche Fährte war und er einem Komplott von Borden und der zu ihm übergelaufenen Olivia zum Opfer gefallen ist. Olivia ist inzwischen anscheinend zu Bordens Geliebter geworden, was seiner bereits belasteten Ehe zusätzlichen Druck gibt und letztlich zum Selbstmord seiner eifersüchtigen Ehefrau Sarah führt.

Tesla kann Angier trotzdem helfen: Er versorgt ihn mit einer geheimnisvollen Apparatur, mit der er Bordens Transportationstrick übertrumpfen kann. Angier kehrt nach London zurück und setzt für seine Aufführung des „wahren transportierten Mannes“ exakt 100 Aufführungen an: Jeden Abend übertrifft er Bordens Trick, indem er sich nicht nur quer über die Bühne, sondern innerhalb von Augenblicken hinauf in eine Loge des Theaters „teleportiert“. Nun will Borden hinter Angiers Geheimnis kommen und besucht dessen Vorstellung. Da er eine Falltür erspäht hat, begibt er sich unter die Bühne, und tatsächlich fällt Angier während des Tricks aus seiner Apparatur unter die Bühne – in einen Wassertank, der sich automatisch verschließt. Obwohl Borden versucht, ihn zu befreien, stirbt Angier; Borden wird in diesem Augenblick von Mitarbeitern des Theaters ertappt, so dass es so aussieht, als hätte er den Wassertank verschlossen. Er wird wegen Mordes festgenommen und zum Tod durch Erhängen verurteilt. Doch wie sich herausstellt, ist Angier noch am Leben. Er offenbart sich allerdings nicht der Justiz, sondern lebt nun unter seinem ursprünglichen Namen Lord Caldlow, so dass Borden als vermeintlicher Mörder hingerichtet wird.

In der finalen Szene wird Angier von Bordens Assistenten Fallon besucht und niedergeschossen – allerdings sieht letzterer genauso aus wie Borden. Erst jetzt wird klar, dass Borden tatsächlich einen Zwillingsbruder hatte. Beide Brüder haben sich in ihrer Tarnung immer abgewechselt: wenn der eine als Alfred Borden auftrat, nahm der andere die Rolle seines vermeintlichen Assistenten Bernard Fallon ein. Dies war das Geheimnis hinter Bordens Version von „Der transportierte Mann“: Es war ein perfekt inszenierter Doppelgängertrick. Dieser ging sogar so weit, dass sich der eine der Zwillinge zwei Finger amputierte, als der andere seine durch Angiers Sabotage verlor. Borden offenbart dem sterbenden Angier zudem, dass er derjenige war, welcher stets seine Frau Sarah liebte, während sein Zwillingsbruder seine Liebe in Olivia fand. Somit überlebt Jess’ leiblicher Vater, Alfred Borden, während sein Bruder derjenige war, der gehängt wurde. Als Borden aus dem durch Angiers Petroleumlampe angezündeten Lagerraum geht, sieht man in einem von vielen Wassertanks eine tote Kopie von Angier.

Erst in dieser Schlussszene wird deutlich, worin der Unterschied bei den Darbietungen der beiden konkurrierenden Zauberkünstler bestand. Die Zwillinge Borden lebten sowohl privat als auch auf der Bühne ein gemeinsames Leben und wurden so zum Teil des eigenen Gesamtkunstwerkes. Angier hingegen verdoppelte sich mittels Teslas Apparatur in jeder einzelnen Vorstellung: Teslas Apparatur ist also in der Lage, einen Klon von der Person zu erstellen, die die Apparatur benutzt. Angier wusste vorher nie, ob er selbst oder sein Klon qualvoll im Wassertank ertrinken oder am Ende den Ruhm (Prestige) ernten würde.

Filmografie: Prestige – Die Meister der Magie

Darsteller: Robert Angier / Rude (Hugh Jackman) – Alfred Borden / Freddy (Chrstian Bale) – Cutter (Michael Caine) – Olvia Wenscombe (Scarlett Johansson) – Sarah Borden (Rebecca Hall) – Nikola Tesla (David Bowie) – Alley (Andy Serkis)

Der Roman zu diesem Film ist ebenfalls in deutsch erschienen (Wilhelm Heyne Verlag).

Quellennachweis: Wikipedia Lizenz: Creative Commons Attribution/Share Alike


Bezugsuellen:

– Film: Amazon
– Buch: Amazon

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.