Fünf Karten, die von fünf verschiedenen Personen gemerkt worden sind, zu nennen.

Man nehme von einem Piquetspiele fünf Blätter, zeige sie ausgebreitet und offen einer Person und bitte sie, ein Blatt davon zu merken. Darauf legt man sie einzeln auf einander verdeckt auf den Tisch. – Hierauf nimmt man fünf andere Blätter, zeigt sie einer zweiten Person mit der Bitte, sich daraus ebenfalls ein Blatt zu merken, worauf man die fünf Blätter auf das erste Häufchen, ebenso wie dieses, auf den Tisch legt. So macht man es auch mit einer dritten, einer vierten und einer fünften Person. – Ist dies geschehen, so hebt man das ganze Päckchen auf und legt die Blätter nun offen auf den Tisch, in fünf Reihen zu fünf Blättern, doch nicht von der Linken zur Rechten, sondern von oben nach unten. Hierauf fragt man die fünf Personen, eine nach der andern, aber in der früher on ihnen eingenommenen Ordnung, in welcher Reihe ihr Blatt liege.
Da nun die fünf Blätter der vordersten Reihe die sind, von denen die erste Person sich eines merkte, muss natürlich in der von ihr bezeichneten Reihe das erste Blatt das von ihr gemerkte sein. Aus gleichem Grunde liegt das der zweiten Person in der zweiten Reihe, das der dritten in der dritten, der vierten in der vierten und der fünften in der fünften d. h. die Reihen von vorn nach hinten gerechnet.
Dieses Kunststück ist sehr einfach und folglich sehr leicht auszuführen; eben deshalb muss man es aber auch sehr rasch machen und darf es nicht wiederholen, weil man sonst den Zusammenhang zu leicht erraten würde.

(Quelle: Der wohlbewanderte Kartenkünstler, Louis v. Alvensleben, B. F. Voigt, Weimar, 1872)

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